Ausgewählte Arbeiten

19.02.2022 Hausarbeit im Fachbereich „Organisation und Kommunikation“ an der Technischen Universität Kaiserslautern DISC (Note 1,3):

Potenziale von Weblogs Auszubildender bei Kommunen für das Recruiting

Können Kommunen Weblogs Auszubildender zum Recruiting einsetzen? Im Studiengang „Organisation und Kommunikation“ an der TU Kaiserslautern habe ich dazu eine Hausarbeit geschrieben. Hintergrund: Kommunen tun sich schwer mit Social Media und haben hier auch rechtlich gesehen erhebliche Risiken. Wie gelingt es dennoch, die verfügbaren Stellen authentisch und attraktiv darzustellen sowie mit den Anspruchsgruppen über ihre Ansprüche an attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze in einen Dialog zu treten? Theoretisch sind „Employee Blogs“ hier eine gute Möglichkeit, die von Unternehmen auch häufig genutzt wird: Auszubildende berichten ganz persönlich über ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen – sozusagen auf Augenhöhe mit ihrer Altersgruppe, mit ihren Netzwerken. In der Praxis, das zeigt eine ausführliche Recherche, nutzen Kommunen diesen Weg kaum. Hintergrund könnte sein, dass die „Zielgruppe“ auf sozialen Medien vermutet wird. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Interessierten selbst gerne Informationen auf den Websites der Kommunen finden würden statt auf Tiktok & Co. Die Hausarbeit ist – alleine schon aufgrund des festgelegten Umfangs von 21 Seiten – als Diskussionsbeitrag zu sehen.


29.08.2021 Fallstudienarbeit im Fachbereich „Organisation und Kommunikation“ an der Technischen Universität Kaiserslautern DISC (Note 1,0):

Innovationskommunikation im Bereich Sozialer Dienstleistungen am Beispiel einer ambulanten Wohngemeinschaft

In den vergangenen Jahren wird zunehmend diskutiert, wie sich ein hoher Grad der Selbständigkeit und Selbstbestimmung sowie die Erhaltung sozialer Kontakte auch dann gewährleisten lassen, wenn Einschränkungen bei den Betroffenen ein Wohnen im eigenen Hausstand ausschließen. In das gewohnte Umfeld integrierte, ambulant betreute Wohngemeinschaften (ABW) sind eine Antwort auf diese Frage. Auf den ersten Blick spricht für die Öffentlichkeit nichts gegen eine solche Einrichtung, doch in der Praxis wurden zahlreiche Issues identifiziert, die zu Konflikten führen können. Die Frage in dieser Fallstudienarbeit ist, inwiefern Innovationskommunikation ein Ansatz sein kann, um durch die Diskussion dieser Issues unter Partizipation der Anspruchsgruppen Chancen für diese Gruppen und für das Projekt als Ganzes zu identifizieren und zu nutzen.


10.05.2020 Master-Thesis at the University of Bolton (Note: Höchstbewertung – A/Auszeichnung mit dem Award with Distinction und dem Vice Chancellor Award):

The Role of Quality of Life for Economic Development of the German Upper Neckar Region

Die Master-Thesis befasst sich mit der Frage, inwieweit sich die Lebensqualität in ländlichen Regionen auf die Gewinnung und die Loyalität von hochqualifizierten Fachkräften auswirkt. Dabei gibt es unterschiedlichste Definitionen des Begriffes Lebensqualität. Üblicherweise beziehen sie sich auf objektiv messbare Faktoren wie Einkommen und Ausbildung, Gesundheit und Sicherheit – oder auf subjektive Wahrnehmung wie Glück, Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen und der Einteilung der zur Verfügung stehenden Zeit, Partizipation und Freundschaften. Für die Thesis wurde ein komplexes Modell der Lebensqualität zugrunde gelegt:

Figure: Conceptual Framework on Quality of Life by Frank Boernard (c) 2020
Das konzeptionelle Modell zeigt Einflussfaktoren für die Lebensqualität von Beschäftigten.

Für die Master-Thesis wurden Expert:innen aus Industrie und Institutionen nach ihrer Einschätzung gefragt, zudem Daten bei etwa 100 Studierenden bundesweit  erhoben. Da „Lebensqualität“ nicht klar definiert ist, wurde beispielsweise die Bereitschaft, zum Arbeitsplatz zu pendeln abgefragt: Wie weit wären Befragte bereit, für ihren Wunscharbeitsplatz zu fahren? Würden sie ihr soziales Umfeld für eine interessante berufliche Herausforderung aufgeben? Welche Rolle spielt die Nähe des Arbeitgebers für die Auswahl? Welche Rolle spielt die Qualität des Arbeitsplatzes, der Infrastruktur zwischen Wohnort und Arbeitgeber?

Ergebnis ist, dass der Lebensqualität insbesondere bei den Befragten eine wichtige Rolle zugesprochen wird. Lebensqualität und Wohnort, aber auch die Qualität des Arbeitsplatzes und der Arbeit können nicht isoliert betrachtet werden. Sie sind Teil eines individuellen, komplexen Systems, auf dem Entscheidungen beruhen (können).

Figure: Qualities of Life
Verschiedene Qualitäten beeinflussen die Entscheidung zu bleiben (Inertia to Change) oder einen Arbeits- bzw. Wohnort zu wechseln (Willing to Change). Eher in der persönlichen Sphäre angesiedelt sind Lebensqualität (Quality of Life) und die Attraktivität des Wohnortes (Place of Living). Mehr in der professionellen Sphäre sind die Qualität der Arbeit (Quality of Work) und des Arbeitsplatzes (Place of Work) angesiedelt. Im skizzierten System sind aber auch die Attraktivität der Infrastruktur (Place of Interference) und die Qualität des Pendelns (Quality of Interference) wichtige Faktoren.

Gutachter: Ron Smith MBA (Executive Director 


24.09.2014 Bachelor Thesis an der Steinbeis Hochschule Berlin (Note 1,1):

Bachelor Thesis Frank Börnard: Entwicklung von Impulsen, Ideen und Innovationen für den Einzelhandel

In meiner Bachelor-Thesis habe ich mich mit dem Einzelhandel beschäftigt, der aufgrund verändernder Rahmenbedingungen und einer verschärften Konkurrenzsituation 2014 vor neuen Herausforderungen stand – und dies auch heute noch tut. Die Frage war, ob Teams aus gemischten Berufsfeldern in an Design-Thinking-Prinzipien angelehnten Workshops relevante Impulse, Ideen und vielleicht Innovationen erarbeiten können. Sprich, ob sie erste Hinweise, vielleicht schon Umsetzungsvorschläge oder sogar umsetzungsfähige Konzepte liefern.

Die Bachelor Thesis besteht aus drei Bänden: Zum einen dem öffentlich zugänglichen Teil, in dem der Frage theoretisch nachgegangen und die Konzepte für den Innovationsprozess skizziert wird. Zum anderen aus zwei Workshop-Berichten, die den beteiligten Einzelhandels-Unternehmen vorliegen und entsprechend vertraulich sind.

Ganz konkret habe ich mit Studierenden Filialen von Franchise-Nehmer:innen besucht und diese auf den Prüfstand gestellt. Die Teilnehmenden kamen aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern, betrachteten daher die Unternehmen aus sehr verschiedenen Perspektiven heraus und unter sehr divergenten Gesichtspunkten.

Es war die Zielsetzung der Arbeit an der Thesis, dass neben den besuchten Unternehmen auch die Teilnehmenden etwas von ihrer investierten Arbeit und Zeit haben. Dies gelang, da sie von neuen Einsichten, lateralem Denken, Horizont- Erweiterung, Wissen und neue Fragen profitierten. Im Zeitalter des „Lebenslangen Lernens“ geht es nicht mehr so sehr darum, intensiv ein Detail zu erforschen, sondern immer wieder aufs Neue etwas anderes zu erkunden und in Dialoge zu treten, die – auch und gerade auf unvorhergesehene Weise – den Blick erweitern. In diesem Sinne war es Ziel Thesis und der weiteren Arbeit, einen Wissensprozess zu starten und nicht ein Wissensprojekt abzuschließen.

Entsprechend wurden die Erkenntnisse der Bachelor Thesis im Anschluss im „Business Impuls Team“ der Business School Alb-Schwarzwald verwendet.

Gutachter: Dipl.-Ing (FH), Dipl. Wirtsch. Ing (FH), M.Sc. Berthold Villing; MA Walther Kraft (ehem. Head of Marketing SAT.1)