Business as (un)usual: No Man is an Iland

Wie lange und wie oft doch die wichtigsten Erkenntnisse geteilt werden können – ohne dass man daraus die nötigen Lehren und Konsequenzen zieht. Schon 1624 beschäftigte sich der englische Dichter John Donne mit so etwas wie dem „Brexit“ – und dem, was dahinter steht. Wesentlich mehr als Veränderungen der Wirtschaft, beim Reisen, Telefonieren oder Arbeiten.

Hier rezitiert PJ Harvey das Gedicht aus aktuellem Anlass:

Kein Mensch ist eine Insel… Und hier ist die Übersetzung von wikipoetry:

Kein Mensch ist ein Insel

Kein Mensch ist eine Insel, vollständig in sich selbst;
jeder Mench ist ein Teil des Kontinents, ein Teil des Festlands.
Wenn die See ein Klumpen Erde wegspült, ist Europa weniger,
genau so, als wenn es ein Vorgebirge wäre ,
genau so, als wenn es das Anwesen deines Freundes wäre, oder dein eigenes.
Der Tod jedes Menschen verringert mich, weil ich in die Menschheit eingebunden bin;
So schicke nie einen Diener zu fragen, für wen die Glocke läutet; sie läutet für dich.

Interessanterweise heißt es im Original nicht wie im modernen Englisch „Island“, sondern „Iland“. Was Dieter Hildebrandt 1975 treffend in der „Zeit“ unter dem Titel „Warum niemand eine Insel ist“ erläuterte.

„Ich-Land“ und „Insel“. Wo wir alle doch nur und vor allem Teil eines großen, uralten Ganzen sind – und jeder Einzelne den bedeutendsten Beitrag zur Zukunft dessen leistet, was wir Menschheit nennen.

 

Morgan Motor Company – Guter, alter Kutschenbau

Im englischen Malvern Link ist die Morgan Motor Company seit 1913 ansässig.
Im englischen Malvern Link ist die Morgan Motor Company seit 1913 ansässig. Foto: Frank Börnard

Im Schwarzwälder Boten erschien meine Reportage (leider nicht online verfügbar) über die Morgan Motor Company, die in Südengland noch wie anno dazumal Autos weitgehend von Hand baut.

Morgan 4/4
Der Morgan 4/4 ist ein Klassiker. Noch heute werden Teile des Aufbaus aus Eschenholz gefertigt. Foto: Frank Börnard

Das Modell 4/4 wurde schon 1936 vorgestellt, erfuhr Anfang der 50-er Jahre mal eine Überarbeitung – und ist heute noch in Produktion.

Factory Tour
Bei einer Factory Tour bekommen Besucher einen tiefen Blick hinter die Kulissen – Fotografieren ausdrücklich erwünscht. Foto: Frank Börnard

 

Handarbeit Morgan Motor Company
Sehr viel Handarbeit steckt in jedem Morgan. Foto: Frank Börnard

Nicht nur für Auto-Enthusiasten lohnt es sich, Morgan mal einen Besuch abzustatten und an einer Factory Tour teilzunehmen. Es ist faszinierend, wie dort gearbeitet wird. Absolut feste Arbeitszeiten, genau so penibel eingehaltene Teepausen, viel Freiheit bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe und Stolz auf das Produkt sind sehr bemerkenswert.

Meine Fotos gibt es bei Flickr.

Weihnachten im Bücherschränkle

Über Weihnachtsbaum, Geschenke und festliche Beleuchtung freut sich an Weihnachten auch die Eule im Bücherschränkle am Neckarufer. Das Foto hat sie natürlich auch unter @buecherschraenkle auf Instagram und #littlefreelibrary gepostet. Schaut doch mal vorbei – entweder direkt am Bücherschränkle oder auf Instagram!

Weihnachten im Bücherschränkle
Im Bücherschränkle feiert die Eule mit vielen Geschenken.

Und was gab’s fürs Bücherschränkle zu Weihnachten? Einen eigenen Stempel!

Stempel fürs Bücherschränkle
Frank geht fürs Bücherschränkle stempeln…
Stempel Bücherschränkle
Ab sofort sieht man, dass die Bücher mal im Bücherschränkle gewohnt haben.

Gut, als Geschenk („Habe ich extra für Dich gekauft!“) taugen die Bücher damit nicht mehr so gut… Aber dafür sieht der Stempel schick aus. Und wenn wer das Buch ausgelesen hat, bringt es vielleicht zurück ins Bücherschränkle – damit sich der nächste Leser oder die nächste Leserin darüber freuen kann.

Ich werde beim NorthernDigitalAward erwähnt

Bei diesem Weihnachtsgeschenk bin ich richtig rot geworden: Ich habe an einem Onlinekurs  „Digital And Social Media Marketing“  von Salford Business School & The Candidate Ltd teilgenommen. Genau dieser Kurs ist nun auf der shortlist für den NorthernDigitalAward.

NorthernDigitalAwardsShortlist

Hey, das bin ja ich!

Das Beste daran: Ich werde in der Erklärung genannt und gezeigt, warum dieser Kurs so gut war. Mein Video und der Tweet „The Bread Buyer Persona“ dienen als Beispiel für die Beteiligung der Studierenden.

 

Das ist mal ein Grund, sich zu freuen und rot zu werden!

Nebenbei: Auch die Illustratorin Angelika Ullmann wird erwähnt. Mehr als verdient, angesichts der grandiosen „sketchnotes“, die Angelika gezeichnet hat!

Schaut Euch das zum Beispiel mal an:

Die Magie des Papiers

Irgendwie ist es doch etwas Besonderes… In der digitalisierten, der Digitalen Welt, kommt die Post. Der Postbote gibt mir einen stabilen Briefumschlag mit ausländischen Briefmarken.  In großen, mahnenden Buchstaben steht „Nicht knicken“ drauf.

Certificate of Participation for Frank Boernard
So digital ist die Welt nun auch nicht wieder…

Drin ist ein Teilnahme-Zertifikat für einen Onlinekurs der University of Birmingham. Irgendwie ist es doch schön, das aufwendig ausgedruckt auf Papier zu haben. Auch wenn es „nur“ ein Teilnahmezertifikat ist.

Mir gehen Bilder von älteren US-amerikanischen Filmen durch den Kopf. Von Anwaltsbüros. Die Wände von oben bis unten gepflastert mit Zertifikaten.

Sicher, das digitale Zertifikat ist heutzutage viel sicherer gegenüber Fälschungen. Es braucht kein Selfie, um es zu teilen. Jeder kann danach suchen. Aber das Papier fasse ich dann doch etwas vorsichtig an und überlege, wo ich es sicher ablege. Immerhin hat es jemand in den Drucker gelegt, in einen Briefumschlag geschoben, über den Kanal geflogen, im gelben Kasten auf einen Lastwagen verfrachtet, einsortiert und schließlich vom Postauto zu meinem Haus getragen.

Greenscreen und Weißbrot

Internet-Kurse sind oft für etwas gut. Zum Beispiel als willkommene Gelegenheit, mal Neues zu probieren. Für den Kurs „Digital and Social Media Marketing“ habe ich ein Video zum Thema „(Bread) Buyer Persona“ – also eine typische Kundin einer Bäckerei – gedreht, und dabei gleich mal verschiedenste Techniken ausprobiert.

Es werde Licht

Zum einen die Ausleuchtung mit Softboxen – nicht ganz gelungen, denn die Brille spiegelt.

Es grünt so grün

Dann noch einen Greenscreen – sprich, ein grüner Hintergrund, vor dem gefilmt wird. Vorteil ist, dass man dann einen ganz anderen, schicken Hintergrund in das Video einbauen kann. Man kennt das ja aus dem Fernsehen.

Ausführlicher Hintergrund

Ich habe gleich mal mit canva.com einen Hintergrund gebastelt. Canva ist sowohl als Webseite, als auch als App erhältlich und erlaubt, ganz schnell ansprechende Designs für Präsentationen, Banner, Grafiken und vieles mehr zu produzieren. Ausprobieren ist kostenlos – und macht Spaß.

Leicht zu bedienen, schöne Vorlagen: Mit Canva kann man vieles schnell gestalten.
Leicht zu bedienen, schöne Vorlagen: Mit Canva kann man vieles schnell gestalten.

Manche Fotos und Grafiken sind kostenpflichtig – für einen Dollar kann man sie verwenden und 24 Stunden lang bearbeiten. Für die meisten Zwecke reicht das durchaus, und es kostet ja nicht die Welt.

Prompte Antwort

Jetzt ist nur noch die Frage, wie man leidlich flüssig einen englischen Text spricht, ohne ihn lange auswendig zu lernen. Ein Weg, den auch Mister President Obama nutzt, ist ein Teleprompter. Die Einfach-Version ist eine App auf dem iPad – wie zum Beispiel PrompterPal.

PrompterPal stellt Text auf verschiedensten Geräten dar und scrollt ihn auf Wunsch in einstellbarer Geschwindigkeit vor.

Da läuft also der zuvor eingefügte Text langsam ab, und man liest ihn einfach vor. Wenn man selber steuern möchte, wie schnell der Text läuft – und auch mal anhalten muss, empfiehlt sich ein Bluetooth-Pedal:

Mit den Airturn-Pedalen kann man den Text auf dem iPad anhalten, vor- oder zurückspulen.

Knackpunkt beim Einfach-Teleprompter ist, dass man natürlich nicht direkt in die Kamera guckt, sondern auf das Tablet daneben, darunter, darüber oder wo auch immer.

Anschließend wurde das Video dann per iMovie geschnitten und hochgeladen. Das Ergebnis ist zwar eher experimentell, aber immerhin gab’s schon positive Rückmeldungen von den Kursteilnehmern.

 

Neues vom Bücherschränkle

Ich bin gespannt, wohin die Reise für die beiden Bücher noch geht.
Ich bin gespannt, wohin die Reise für die beiden Bücher noch geht.

Zwei weitere Bücher gehen auf die Reise – per Bookcrossing.

Ein von Bücherschränkle (@buecherschraenkle) gepostetes Foto am

Einige Bücher werden mit dem „Bookcrossing“-Aufkleber versehen. Sie haben ein eigenes „Kennzeichen“. Wer sie liest, kann dadurch sehen, wo sie schon überall gewesen sind und selbst eingeben, wo sie sich befinden und wie sie ihm gefallen.

Näheres zum Bookcrossing hier und natürlich bei Bookcrossing selbst.

Preis für innovative Idee gewonnen… und gleich gespendet

Na sowas! Da gehöre ich doch glatt zu den Preisträgern des „Ideen-Wettbewerb zum Thema ‚Brille'“ der Unis St. Gallen und Lugano, der auf atizo lief. Aufgabe war es, „ei­ne I­de­e ­für ein in­no­va­ti­ve­s Mar­ke­ting­vi­deo“ zu kreieren. Das Vi­deo ­soll­te 20 bis 30 ­Sekunden lang ­sein un­d unter anderem „Spass ­ma­chen, un­d aus­rei­chen­d ­krea­ti­v ­sein um un­se­re ­Ziel­grup­pe ­zu ­mo­bi­li­sie­ren“.

Also, diese Idee war es jedenfalls nicht. Zu den eingereichten gehörte es, dass überdimensionale Brillen durch die Fußgängerzone laufen oder Leute sich mit Brillen fotografieren lassen können oder...
Also, diese Idee war es jedenfalls nicht. Zu den eingereichten gehörte es, dass überdimensionale Brillen durch die Fußgängerzone laufen oder Leute sich mit Brillen fotografieren lassen können oder…

Den Gewinn habe ich allerdings gleich gespendet. Das Büro von Prof. Dr. Reto Hofstetter (Università della Svizzera Italiana/Institute of Marketing and Communication Management) will ihn für Forschungszwecke verwenden. 50 Schweizer Franken für einen guten Zweck – hoffe ich mal.